Bücher nehmen uns mit auf eine Reise in unsere Fantasie.

Erster Erfolg für Jungautorin Sarah Schwedes

 

Kürzlich war die erst 19jährige Krimiautorin Sarah Schwedes bei uns zu Gast. Sie hat uns aus ihrem Buch "Fiktion und Realität" vorgelesen und erzählt, wie es dazu kam, dass sie einen spannenden Agentenroman mit drei Ebenen geschrieben hat.

Handlungsort ist die BRD in den frühen 70ern. In den Wirren des Kalten Krieges soll Fritz Lange, Kurier des BND und "wohl der schlechteste Agent Deutschlands", O-Ton der Autorin, geheime Unterlagen von München nach Hamburg bringen. Begleitet wird er von Ulli, einer pubertierenden Gymnasiastin, die nichts von seinem Auftrag weiss. Schon bald wird ihre Reise zur Flucht, verfolgt von zwei Männern der inneren Staatssicherheit.

Auch Christa Maria Kleberts und Dieter Lorenz müssen untertauchen. Sie stehen an der Spitze einer terroristischen Organisation, die es auf NS-Verbrecher abgesehen hat. "Für die Organisation stand mir die RAF Pate", erzähle Sarah Schwedes. So habe sie viel über diese terroristische Vereinigung gelesen und auch Originalaufnahmen von der Bader-Meinhof-Gruppe gehört.

Im Krimi arbeitet nun einer dieser NS-Verbrecher für den BND. In einem Hamburger Hotel trifft dieser auf seine ehemalige Geliebte, eine berühmte Pianistin und Topagentin der Sowjetunion. Inmitten dieser Verwicklungen schreibt Ulli einen Roman über eine sowjetische Spionin und einen Nazi. Einen Roman, der die Wirklichkeit ins Wanken bringt und Fiktion und Realität vermischt.

Eigentlich habe sie diese Geschichte schon vor ein paar Jahren angefangen zu schreiben, aber der jetzige Krimi, sei völlig anders, als das ursprüngliche Manuskript So habe sie während des Schreibens zusätzliche Figuren eingefügt um den Plot spannender zu machen oder anderen eine neue Identität gegeben. Sarah Schwedes bestätigte eine Frage aus dem Publikum, ob ein Teil Ihrer Figuren realistische Vorbilder hätten.

Sie überlege sich derzeit, ob sie aus dem Buch ein Drehbuch machen solle, denn eine der drei Ebenen, sei bereits wie ein solches aufgebaut. Überhaupt erscheinen die einzelnen Szenen des Romans in ihrem Kopf als Bilder. Sie sehe vieles wie einen Film.  Doch bevor sie sich daran mache, möchte sie jetzt erst einmal die Matura abschliessen und im Herbst mit dem Studium beginnen.

Sarah Schwedes hat den Einstieg in die Welt der Autoren auf jeden Fall mit Bravour gemeistert und uns allen vergnügliche, spannende und interessante Einblicke in ihre Maturaarbeit gegeben.

 

Volles Haus bei Walter Burk

Mitte März zog Autor Walter Burk das zahlreich erschienene Publikum mit seinem 3. Alpstein-Krimi in seinen Bann. Heiler, Dämonen und Deltasegler liess er vor dem geistigen Auge des Publikums aufsteigen und abstürzen. Und  einmal mehr begeisterte der junge Hackbrettspieler Mauro Cadosch mit seinem musikalischen Können.

     

Die Bollenwees wird zum Tatort

Anfangs Februar ist der dritte Teil der Alpstein-Trilogie rund um den Krimiautor Roger Marty erschienen. Wie bereits angekündigt, ist ein weiteres Appenzeller Berggasthaus Schauplatz eines Verbrechens: Die Bollenwees spielt dieses Mal eine zentrale Rolle.

Was haben eine Drohung gegen das Berggasthaus "Bollenwees", der Unfall eines Deltaseglers, der Mord an einer jungen Frau und der Absturz eines erfahrenen Berggängers miteinander zu tun? Bruno Fässler, Chef der Kriminalpolizei Appenzell Innerrhoden, kommt in seinen Ermittlungen erst weiter, als sich der passionierte Wanderer und Krimiautor Roger Marty einschaltet.

Walter Burk versteht es immer wieder sein Publikum mit seinen spannenden Geschichten rund um die Entstehung seiner Bücher zu begeistern. Wie viel er recherchieren muss und wie exakt ja fast schon akribisch er dabei zur Werk geht, verblüffte die Anwesenden. Und von der einen oder anderen Szene hätte man gerne mehr gehört, aber der Autor weiss, wenn er zuviel verrät, geht die Spannung verloren. Und so schickte er seine Zuhörer zum Umtrunk ohne zu verraten, ob die Heiler nun Erfolg hatten, die Drohung gegen die Bollenwees umgesetzt wurde und wer denn nun der Mörder ist.

 

Margrit Schriber war bei uns zu Gast

Im November war die bekannte Schweizer Autorin Margrit Schriber zu Gast in unserem Bücherladen. Mit ihrer Lesung und einigen überraschenden Anekdoten begeisterte sie die Zuhörer und langjährige Fans. Fröhlich und unkompliziert unterhielt sie sich mit ihrem Publikum und signierte nach der Lesung gerne die zahlreichen Bücher, die ihr hingehalten wurden.

 

Margrit Schriber hat uns ihr jüngstes Werk "Schwestern wie Tag und Nacht" vorgestellt, ein eigentlicher  Krimi, bei dem es um die Beziehung zweier Schwestern geht, die unterschiedlicher kaum sein könnten. In zwischenmenschlichen Abgründen sucht sie nach der Antwort auf die Frage: Was geschah mit Alice Zaugg?

 

"Spannend und aus der Reihe tanzend"

"Martha und Alice sind Schwestern. Martha still, unscheinbar ergeben und eingeschränkt, Alice laut, erfolgsverwöhnt und unzimperlich. Martha gelingt es nie , aus dem Schatten ihrer Schwester zu treten, nicht einmal in den Augen ihrer Eltern. Alice wird unverzichtbar im ortsansässigen Bauunternehmen Lipp, rechnet lange damit die Frau des Juniors zu werden, bis eine andere mit mehr Gewicht Ihre Pläne und Erwartungen zerstört. "Hat das Unglück einen Anfang? Gibt es einen Punkt, an dem sich alles wendet und entscheidet?" Alice verschwindet plötzlich und unerklärbar und Martha erzählt in einem Vernehmungszimmer der Polizei die Geschichte ihrer Schwester, die untrennbar auch die ihre ist.  - Spannend und aus der Reihe tanzend", beschreibt Literaturkenner Gallus Frei das neue Werk der Autorin.

Mehrfach ausgezeichnete Autorin

Margrit Schriber wurde 1939 in Luzern geboren und ist im Kanton Schwyz aufgewachsen. Nach einer Lehre als Bankangestellte war sie  nach ihrer Hochzeit als Werbegrafikerin und Fotomodell tätig. Bereits in den 70er Jahren entdeckte sie ihr Schreibtalent und hat seither zahlreiche Romane und Erzählungen veröffentlicht, für die sie auch ausgezeichnet wurde. 1998 erhielt sie für ihr literarisches Werk den Aargauer Literaturpreis und eine Ehrengabe der Stadt Zürich